TradingView-Einstieg
TradingView ist die Chartplattform, mit der im Campus gearbeitet wird. Für den Start brauchst du nur fünf Dinge: Symbol suchen, Zeiteinheit wählen, Kerzenchart einstellen, Linien zeichnen und eine Watchlist anlegen.
Ein neues Auto fährst du auch nicht vom ersten Tag an mit allen Assistenzsystemen. Erst Sitz, Spiegel und Lenkrad einstellen – der Rest kommt mit der Zeit. Bei TradingView ist es genauso: Ein paar Grundgriffe reichen, um sicher loszulegen.
1. Konto und Chart öffnen
Für den Start reicht ein kostenloses Konto. Die bezahlten Tarife bieten mehr Indikatoren pro Chart, mehr Layouts und mehr Alarme – was genau, ändert sich immer wieder, deshalb hier keine Details. Öffne danach einen Chart („Supercharts“).
2. Symbol suchen
Oben links gibst du den Namen oder das Kürzel ein, z. B. „Apple“ oder „AAPL“. Achte auf die Börse hinter dem Symbol: Dieselbe Aktie wird an mehreren Börsen gehandelt. Nimm in der Regel die Hauptbörse mit dem meisten Handel. Bei Futures steht ein Ausrufezeichen für den fortlaufenden Kontrakt, z. B. MNQ1!.
3. Zeiteinheit und Kerzen
In der oberen Leiste wählst du die Zeiteinheit (z. B. 4 Stunden oder 1 Tag) und daneben den Charttyp „Kerzen“. TradingView beschriftet die Zeiteinheiten etwas anders als hier im Campus – gemeint ist dasselbe. Bei Futures und US-Aktien legst du außerdem die Sitzung fest (Lektion 1.3).
4. Zeichnen
Die linke Werkzeugleiste enthält alles zum Zeichnen. Für den Anfang brauchst du drei Werkzeuge:
- Horizontale Linie für wichtige Marken
- Trendlinie für Verbindungen zwischen Hochs oder Tiefs
- Fib-Retracement für Rückläufe (Bereich 8)
Für die Wellenzählung gibt es unter „Muster“ eigene Elliott-Werkzeuge: Impulswelle (1–2–3–4–5), Korrekturwelle (A–B–C), Dreieck (A–B–C–D–E) sowie Doppel- und Dreifach-Kombination (W–X–Y bzw. W–X–Y–X–Z). Zeichnungen bleiben am Symbol gespeichert und erscheinen in jeder Zeiteinheit.
5. Watchlist und Alarme
In der rechten Leiste legst du eine Watchlist mit den Märkten an, die du regelmäßig ansiehst. Über Alarme lässt du dich benachrichtigen, wenn der Kurs eine Marke oder eine gezeichnete Linie erreicht – so musst du nicht ständig auf den Chart schauen.
Weniger ist mehr
Ein guter Chart ist aufgeräumt: Kerzen, die wichtigen Marken, deine Zählung. Jeder zusätzliche Indikator ist eine weitere Meinung auf dem Bildschirm. Welche Werkzeuge im Campus wirklich gebraucht werden, kommt in den späteren Bereichen.
Was es nicht ist
- Kein Broker: TradingView zeigt Kurse und Charts. Gehandelt wird bei deinem Broker – auf Wunsch über eine Verbindung aus TradingView heraus.
- Kein Muss, alles zu nutzen: Mehr Indikatoren machen eine Analyse nicht besser.
Auf einen Blick
- Kostenloses Konto reicht für den Start.
- Beim Symbol auf die Börse achten, bei Futures MNQ1! usw. für den fortlaufenden Kontrakt.
- Zeiteinheit, Kerzen, Sitzung einstellen.
- Elliott-Werkzeuge findest du unter „Muster“.
- Watchlist und Alarme sparen Bildschirmzeit.
Alle Inhalte dienen der Bildung und sind keine Anlageberatung. Trading und Investieren sind mit Verlustrisiken verbunden.
